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Der Handelstag
Gasmarkt reagiert sensibel auf den Ölmarkt
  • Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte! 
von Andreas Forster
05.10.2026

Terminmarkt

Der Stromterminmarkt eröffnet zunächst fester, gibt die Gewinne jedoch rasch wieder ab. Cal 27 fällt zurück an die aktuelle Trendmarke von 130 EUR/MWh und handelt dort seitwärts. Der aktuelle Preis liegt bei 129,72 EUR/MWh nach einer Handelsspanne von 128,02 bis 130,24 EUR/MWh. Technisch bleibt damit die Marke von 130 EUR/MWh die zentrale kurzfristige Orientierung. Nachrichtenimpulse werden zwar aufgenommen, zeigen bislang aber wenig Nachhaltigkeit. Die enge Kopplung an Gas bleibt der wesentliche Preistreiber.

Erdgas und LNG

Der Gasmarkt reagiert erneut sensibel auf Nachrichten und die Entwicklung am Ölmarkt. Nach einer zwischenzeitlichen Korrektur am Wochenende infolge der Meldung über die Freigabe von Dieselmengen aus strategischen Reserven in Europa stieg Öl heute wieder über 100 USD pro Barrel. Gas folgt dieser Bewegung. Cal 27 notiert bei 58,50 EUR/MWh und damit am Tageshoch, während der Frontmonat bei 73,40 EUR/MWh liegt. Die niedrigen europäischen Speicherstände erhöhen die fundamentale Sensitivität des Marktes. Entscheidend bleiben nun Wetterentwicklung und Versorgungslage. Neue Nachrichten sowie mögliche Ausfälle bei norwegischen Lieferungen würden das Aufwärtspotenzial deutlich erhöhen.

CO₂

Der EUA Dez 26 startete schwach in die Handelswoche und fiel zunächst unter 83 EUR/t. Anschließend setzte eine leichte Erholung über 83 EUR/t ein. Der aktuelle Preis liegt bei rund 83,67 EUR/t. Technisch bleibt der Kontrakt damit am unteren Bereich des bestehenden Trendkanals. Ein nachhaltiger Ausbruch nach oben ist derzeit nicht erkennbar.

Spotmarkt und Allgemeines

Für morgen, Dienstag, den 6. Oktober 2026, bleibt das Spotniveau in Deutschland und Österreich sehr hoch. In Deutschland liegt der Baseload bei 201,70 EUR/MWh, mit einer Spanne von 124,33 bis 406,00 EUR/MWh. Österreich erreicht 216,65 EUR/MWh Baseload bei einer Spanne von 98,68 bis 406,00 EUR/MWh.

Ursächlich ist vor allem die weiterhin sehr geringe Windeinspeisung. Gleichzeitig bleibt die PV Einspeisung aufgrund der weitreichenden Bewölkung begrenzt. Ab Donnerstag zeichnet sich mit dem erwarteten Wetterwechsel eine Entspannung ab. Bis dahin bleibt der Spotmarkt jedoch aufgrund der schwachen erneuerbaren Erzeugung auf hohem Niveau.

Abschluss

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

Deutschland: 201,70 EUR/MWh

Österreich: 216,65 EUR/MWh