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Der Handelstag
Märkte bleiben fest

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte! 

von Andreas Forster
20.07.2026

Terminmarkt

Der deutsche Jahreskontrakt Cal 2027 konnte sich oberhalb der Marke von 105 EUR/MWh behaupten und notierte zuletzt bei 105,17 EUR/MWh. Haupttreiber bleibt weiterhin der feste Gasmarkt, während sich auch der CO₂ Markt nach den politischen Entwicklungen der vergangenen Woche stabilisiert hat und den Strommarkt zusätzlich unterstützt. Insgesamt bleibt das Marktumfeld konstruktiv. Solange Erdgas auf dem erhöhten Preisniveau handelt und CO₂ keine weitere Schwäche zeigt, dürften die Stromterminpreise gut unterstützt bleiben. 

Erdgas und LNG

Am Gasmarkt bleibt die geopolitische Lage der dominierende Einflussfaktor. Die zunehmende Eskalation der internationalen Spannungen sorgt weiterhin für hohe Risikoprämien entlang der gesamten Terminstruktur. Das Lieferjahr 2027 notierte zuletzt bei 42,31 EUR/MWh, nachdem im Tagesverlauf ein Hoch von 43,40 EUR/MWh erreicht wurde. Der Frontmonat stieg auf 58,32 EUR/MWh. Die Unsicherheit über die Versorgungslage hält an und stützt die Preise auf hohem Niveau. 

CO₂

Der CO₂ Markt konnte sich nach den politischen Entscheidungen vom Freitag erholen. Zwar werden die beschlossenen Änderungen am Emissionshandel von Teilen des Marktes als Aufweichung interpretiert, kurzfristig überwiegen jedoch die unterstützenden Faktoren. Der höhere Brennstoffeinsatz in der Stromerzeugung infolge der anhaltenden Hitze erhöht die Nachfrage nach Emissionszertifikaten. Der EUA Dezember 2026 Kontrakt stieg auf 81,60 EUR/t und behauptete sich damit wieder deutlich oberhalb der Marke von 80 EUR/t. 

Spotmarkt und Allgemeines

Die Wetterprognosen zeigen weiterhin hohe Temperaturen, insbesondere für Spanien und Frankreich, wobei sich für Anfang August erneut eine ausgeprägte Hitzewelle abzeichnet. Die Solarproduktion erreicht rund 40000 MW, während die Windeinspeisung im weiteren Wochenverlauf volatil bleibt. Im deutschen Day Ahead Markt wird ein Mindestpreis von 0,00 EUR/MWh erreicht. Trotz dieses sehr niedrigen Niveaus treten keine negativen Preise auf. Ursache ist die hohe Solarproduktion zur Mittagszeit, die das Angebot deutlich erhöht und die Preise zeitweise bis an die Nulllinie drückt. Die Preisspanne reicht von 0,00 EUR/MWh bis 177,29 EUR/MWh und beträgt damit 177,29 EUR/MWh, was die weiterhin hohe wetterbedingte Volatilität unterstreicht. 

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

• Deutschland: 112,96 EUR/MWh

• Österreich: 138,31 EUR/MWh