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Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigt sich heute im ruhigen Freitagshandel etwas schwächer. Der deutsche Jahreskontrakt 2027 notiert bei 119,61 EUR/MWh und damit rund 0,90 Prozent unter dem vorherigen Schlussniveau. Nach einem Tageshoch von 121,72 EUR/MWh setzte im weiteren Handelsverlauf eine Gegenbewegung ein, wobei der Kontrakt zuletzt am Tagestief notiert. Belastend wirkt vor allem die schwächere Entwicklung am Gasmarkt. Gleichzeitig begrenzt der deutlich festere CO₂ Markt das Abwärtspotenzial bei Strom. Insgesamt bleibt das Preisniveau hoch, während zum Wochenschluss Gewinnmitnahmen und die geringe Handelsaktivität das Bild bestimmen.
Erdgas und LNG
Auch der Gasmarkt gibt heute nach, ohne dass sich am übergeordneten Marktbild wesentlich etwas verändert. Das Lieferjahr 2027 fällt auf 52,20 EUR/MWh und liegt damit rund 1,42 Prozent unter dem vorherigen Schlussniveau. Im Tagesverlauf erreichte der Kontrakt zunächst 53,50 EUR/MWh, bevor er wieder an das untere Ende des aktuellen Handelskorridors zurückfiel.
Fundamental bleibt der Markt dennoch unterstützt. Die europäische Versorgungslage steht weiterhin im Fokus, aktuell sieht die EU Kommission jedoch keinen unmittelbaren Anlass für zusätzliche Eingriffe in den Markt. Der heutige Rückgang ist daher eher als technische Korrektur innerhalb des bestehenden hohen Preisniveaus zu werten. Die Themen Speicherbefüllung, LNG Verfügbarkeit und mögliche zusätzliche Nachfrage in den kommenden Monaten bleiben zentrale Risikofaktoren.
CO₂
Der CO₂ Markt setzt heute einen klaren Gegenakzent zum schwächeren Gas und Strom. Der EUA Dezember 2026 Kontrakt steigt auf 84,59 EUR/t und liegt damit rund 1,26 Prozent über dem vorherigen Schlussniveau. Das Tageshoch wurde bei 84,87 EUR/t erreicht, womit der Markt nahe seinem heutigen Höchststand handelt.
Die feste Entwicklung stützt gleichzeitig den Stromterminmarkt, da höhere Emissionskosten insbesondere die Erzeugungskosten konventioneller Kraftwerke erhöhen. Kurzfristig zeigt sich CO₂ technisch gut unterstützt. Ein nachhaltiger Anstieg über den Bereich von rund 85 EUR/t könnte den Strommarkt zusätzlich stabilisieren, selbst wenn Gas vorerst etwas schwächer bleibt.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt sorgen die erneuerbaren Energien für den morgigen Samstag in Deutschland für eine deutliche Entlastung. Ein Tiefdruckgebiet bringt zeitweise hohe erneuerbare Einspeisung in das System und drückt die Preise insbesondere während der Stunden mit geringer Nachfrage deutlich nach unten.
Der deutsche Day Ahead Basepreis für morgen fällt auf 42,14 EUR/MWh. Besonders auffällig sind die negativen Preise mit einem Minimum von minus 19,00 EUR/MWh. Das Tagesmaximum liegt dagegen bei 118,15 EUR/MWh. In Österreich bleibt das Preisniveau hingegen deutlich höher. Der Basepreis für morgen erreicht 130,56 EUR/MWh. Das Tagesmaximum liegt bei 229,77 EUR/MWh und das Minimum bei 19,05 EUR/MWh. Damit beträgt die Preisspanne 210,72 EUR/MWh. Der erhebliche Abstand zu Deutschland zeigt die weiterhin ausgeprägten regionalen Unterschiede innerhalb des europäischen Strommarktes.
Für die kommende Woche werden zeitweise Preise im Bereich von rund 139,80 EUR/MWh erwartet.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 42,14 EUR/MWh
• Österreich: 130,56 EUR/MWh