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Terminmarkt
Der Terminmarkt setzte seine Aufwärtsbewegung heute fort. Der deutsche Jahreskontrakt Cal 2027 konnte sich oberhalb der Marke von 100 EUR/MWh etablieren und notierte zuletzt bei 104,04 EUR/MWh. Damit wurde der Anstieg bestätigt. Wichtigster Treiber bleibt weiterhin der Gasmarkt, während die eingeschränkte Verfügbarkeit von Kernkraftwerken in Frankreich und der Schweiz die Strompreise zusätzlich stützt. Der CO₂ Markt zeigte sich zwar etwas schwächer, übte jedoch keinen nennenswerten Belastungsfaktor auf den Stromterminmarkt aus. Insgesamt bleibt das Marktbild klar bullisch.
Erdgas und LNG
Der Gasmarkt setzte seinen Aufwärtstrend ebenfalls fort. Das Lieferjahr 2027 stieg auf 41,98 EUR/MWh, während der Frontmonat bei 55,17 EUR/MWh notierte. Die geopolitischen Risiken bleiben hoch. Zwar revidierte US-Präsident Trump eine geplante Abgabe für die Passage durch die Straße von Hormus, gleichzeitig verschärfte sich jedoch der Konflikt durch neue Drohungen gegen den Iran sowie weitere militärische Angriffe. Zusätzlich sorgt die anhaltende Hitzewelle in Asien für eine steigende LNG Nachfrage und verschärft den Wettbewerb um verfügbare Lieferungen. Insgesamt bleibt das fundamentale Umfeld für Erdgas klar unterstützend.
CO₂
Der CO₂ Markt bewegte sich heute in einer Wartestellung. Der EUA Dezember 2026 Kontrakt schwankte im Tagesverlauf zunächst über und anschließend unter dem Schlusskurs des Vortages und notierte zuletzt bei 81,44 EUR/t. Marktteilnehmer warten weiterhin auf die Entscheidung zur ETS Revision.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt erreicht die Solarproduktion zur Mittagszeit rund 49000 MW, gleichzeitig fällt die Windeinspeisung mit weniger als 2000 MW außergewöhnlich gering aus. Hinzu kommt die anhaltende Hitzewelle, die insbesondere Frankreich belastet, wo inzwischen zehn Kernkraftwerke gedrosselt wurden oder vorübergehend außer Betrieb sind. Diese Kombination führt zu einer deutlichen Verknappung des verfügbaren Angebots und treibt die Spotpreise kräftig nach oben. Negative Stundenpreise werden für morgen nicht erwartet. Die Preisspanne im deutschen Day Ahead Markt reicht von 81,99 EUR/MWh bis 339,65 EUR/MWh und beträgt damit 257,66 EUR/MWh, was die außergewöhnlich hohe Volatilität und die angespannte Marktlage eindrucksvoll widerspiegelt.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 159,86 EUR/MWh
• Österreich: 161,01 EUR/MWh