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Terminmarkt
Der Terminmarkt Strom zeigte sich heute leicht schwächer, ohne dass sich daraus ein klarer Trendbruch ableiten lässt. Der deutsche Stromterminkontrakt handelte zuletzt bei 92,85 EUR/MWh und lag damit nur geringfügig unter dem Vortagesschluss von 93,10 EUR/MWh. Die heutige Bewegung ist daher in erster Linie als technische Korrektur innerhalb eines seitwärts gerichteten Trendkanals einzuordnen. Auffällig bleibt, dass sich bei den kürzeren Monatsprodukten für August und September weiterhin Preise deutlich oberhalb von 100 EUR/MWh zeigen. Das unterstreicht, wie schnell sich bei entsprechenden Fundamentaldaten wieder Aufwärtspotenzial aufbauen kann. Vor allem Erdgas bleibt dabei der zentrale mögliche Treiber für den Stromterminmarkt.
Erdgas und LNG
Am Gasmarkt blieb die Lage heute abwartend, aber weiterhin sensibel. Das Lieferjahr 2027 testete am Vormittag kurz die Marke von 35 EUR/MWh, konnte sich darüber jedoch nicht behaupten und fiel anschließend auf 34,75 EUR/MWh zurück. Damit notiert der Kontrakt wieder nahe dem Vortagsniveau. Der TTF Frontmonat Aug 26 lag zuletzt bei 43,335 EUR/MWh und zeigt damit, dass vor allem die kurzen Lieferzeiträume weiterhin mit einer deutlichen Risikoprämie bewertet werden.
Fundamental richtet sich der Blick unverändert auf die Wetterprognosen. Sollte sich die nächste Hitzewelle bestätigen, könnte der Kühlbedarf steigen und den Gaseinsatz in der Stromerzeugung zusätzlich stützen. Gleichzeitig bleibt der Iran USA Konflikt ein wesentliches Unsicherheitselement. Die Meldung über ein Schiff, das am Nachmittag in der Straße von Hormus abseits der Schifffahrtsrouten gestrandet ist, verstärkt die Aufmerksamkeit des Marktes für mögliche Störungen wichtiger Transportwege. Insgesamt bleibt Gas damit trotz des heutigen Rücksetzers gut unterstützt.
CO₂
Der CO₂ Markt verlief heute ruhig und leicht schwächer. Der EUA Dez 26 Kontrakt notierte zuletzt bei 79,77 EUR/t und lag damit 0,50 Prozent unter dem Vortagsniveau. Die Handelsspanne zwischen 79,37 EUR/t und 80,14 EUR/t zeigt eine abwartende Haltung der Marktteilnehmer. Neue Impulse blieben zunächst begrenzt, da der Markt auf zusätzliche Börsendaten wartet, die Hinweise darauf geben sollen, wie die Marktakteure die aktuelle Lage einschätzen. Eine vertiefende Einordnung dazu folgt morgen früh in der Spezialanalyse.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt normalisiert sich das Preisniveau für morgen deutlich, nachdem mit dem Ende der Hitze wieder mehr Wind in das System kommt. Die höhere Windeinspeisung bleibt voraussichtlich auch bis übermorgen bestehen und drückt die Residuallast spürbar. Dadurch kehren in einzelnen Preisintervallen negative Preise zurück. In Deutschland fällt der niedrigste Wert auf minus 4,29 EUR/MWh, in Österreich auf minus 5,00 EUR/MWh.
Gleichzeitig bleiben die Preisunterschiede innerhalb des Liefertages hoch. In Deutschland ergibt sich zwischen dem niedrigsten und höchsten Viertelstundenwert ein Spread von 170,89 EUR/MWh. In Österreich liegt der Spread bei 179,27 EUR/MWh. Das zeigt, dass der Markt trotz niedriger und teils negativer Preise in einzelnen Stunden weiterhin sehr volatil bleibt.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
Deutschland: 73,31 EUR/MWh
Österreich: 94,64 EUR/MWh