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Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute nach den Meldungen über ein Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und Iran deutlich leichter. Der deutsche Leitkontrakt korrigierte erwartungsgemäß und fiel im Tagesverlauf zunächst auf ein Tief von 92,25 EUR/MWh. Anschließend stabilisierte sich der Markt wieder mit steigender Nachfrage und handelte zuletzt seitwärts auf einem neuen Niveau knapp unter 93 EUR/MWh. Der aktuelle Preis liegt bei rund 93. Die geopolitische Entspannung wirkt kurzfristig preisdämpfend, allerdings bleiben viele Fragen offen. Entscheidend wird sein, ob die Beruhigung nachhaltig ist und ob weitere fundamentale Impulse aus Gas, CO₂ oder Wetterprognosen folgen.
Erdgas und LNG
Am Gasmarkt führte die Nachricht über den Deal zwischen den USA und Iran zu einem deutlichen Rückgang. Besonders stark reagierte der Frontmonat, der von 46,77 EUR/MWh auf aktuell 42,90 EUR/MWh fiel. Auch das Lieferjahr 2027 gab klar nach und notiert aktuell bei 34,90 EUR/MWh.
Der Markt preist damit eine mögliche Entspannung bei Energie und Transportwegen ein. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, ob der Deal bis Freitag hält. Vorbereitungen für eine Normalisierung im Öl und Gashandel laufen bereits länger, bis ein Niveau wie vor der Krise erreicht wird, rechnen Experten jedoch mit rund zwei Monaten. Das Risiko ist daher nicht vom Tisch. Zu viele Faktoren, insbesondere geopolitische Unsicherheit, LNG Verfügbarkeit und europäische Speicherentwicklung, stützen weiterhin die Risikoprämie im Gasmarkt.
CO₂
Der CO₂ Markt zeigte heute eine klare Gegenbewegung zu Gas. Der Dezember 2026 Kontrakt legte deutlich zu und stützt damit den Stromterminmarkt. Der aktuelle Preis liegt bei 79,75 EUR/t und damit 2,57 EUR/t beziehungsweise 3,3 Prozent über dem Vortagesschluss.
Damit nimmt der Markt nun sichtbar die Marke von 80 EUR/t ins Visier. Unterstützend wirkt neben der technischen Dynamik auch die Erwartung wichtiger Termine im CO₂ Handel in dieser Woche. Kurzfristig bleibt der CO₂ Markt damit fest und bildet ein Gegengewicht zum schwächeren Gasmarkt.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt zeigen sich die Preise für den morgigen Liefertag weiterhin erhöht, allerdings mit deutlichen Unterschieden zwischen Deutschland und Österreich. In Deutschland liegt der Day Ahead Base für morgen bei 113,08 EUR/MWh. Die Preisspanne reicht von 40,67 EUR/MWh bis 195,87 EUR/MWh. Daraus ergibt sich ein Spread zwischen niedrigster und höchster Viertelstunde von 155,20 EUR/MWh.
In Österreich fällt der Base mit 100,50 EUR/MWh niedriger aus, die Preisstruktur ist jedoch deutlich volatiler. Die Preise reichen von minus 20,05 EUR/MWh bis 185,78 EUR/MWh. Der Spread zwischen niedrigster und höchster Viertelstunde beträgt damit 205,83 EUR/MWh. Die negativen Preise zeigen, dass es in einzelnen Viertelstunden zu einem klaren Überangebot kommen dürfte, durch hohe Windeinspeisung.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
Deutschland: 113,08 EUR/MWh
Österreich: 100,50 EUR/MWh
Stand: 15:47 Uhr