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Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute etwas leichter. Nach den Meldungen über eine Waffenruhe zwischen Israel und Iran kamen aus dem Gasmarkt kaum neue feste Impulse, wodurch auch der Stromterminmarkt leicht nachgab. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE bewegte sich seitwärts bis leicht abwärts und notierte zuletzt bei 94,40-94,50 EUR/MWh. Gegenüber dem vorherigen Schlusskurs von 95,45 EUR/MWh bleibt der Rückgang begrenzt, das Tagestief lag bei 94,30 EUR/MWh.
Insgesamt wirkt die heutige Bewegung eher wie eine technische Korrektur als wie ein grundlegender Stimmungswechsel. Der Markt dürfte nun eher die untere Begrenzung des zuletzt etablierten Preiskanals ansteuern, solange keine neuen geopolitischen Nachrichten oder belastbare Prognosen zu einer Hitzewelle zusätzliche Risikoprämien auslösen. Übergeordnet bleibt das Bild seitwärts geprägt. Rücksetzer wecken weiterhin Kaufinteresse, da sich auf dem aktuellen Niveau um 94 EUR/MWh wie bereits in den vergangenen Wochen wieder Nachfrage zeigt.
Erdgas und LNG
Am Gasmarkt drehte die Stimmung heute ins Minus. Die Nachrichtenlage rund um eine mögliche Entspannung im Nahen Osten nahm Risikoprämie aus dem Markt, nachdem Erdgas in den vergangenen Tagen noch fester tendiert hatte. Das Lieferjahr 2027 fiel zuletzt auf 37,31 EUR/MWh. Der Kontrakt eröffnete bei 37,96 EUR/MWh, markierte dort auch sein Tageshoch und fiel im Verlauf bis auf das aktuelle Tagestief von 37,24 EUR/MWh.
Trotz des Rücksetzers erscheint der Markt auf dem aktuellen Niveau nicht klar schwach. Vielmehr dürfte sich Erdgas kurzfristig im Bereich zwischen 36,80 und 37,00 EUR/MWh stabilisieren. Die geopolitischen Nachrichten treten zunächst in den Hintergrund, während Wetterprognosen wieder stärker in den Fokus rücken. Gegen Ende des Prognosezeitraums zeigen die Modelle erneut steigende Temperaturen, was den Blick auf Kühlbedarf, LNG Nachfrage und mögliche Verbrauchsimpulse lenkt. Der Frontmonat notiert aktuell bei 49,20 EUR/MWh und zeigt damit weiterhin ein erhöhtes kurzfristiges Preisniveau.
CO₂
Der CO₂ Markt korrigierte heute ebenfalls nach unten und folgte damit der schwächeren Bewegung am Gasmarkt. Der EUA Preis lag zuletzt bei 76,10 EUR/t und damit um 0,86 EUR/t unter dem vorherigen Schlusskurs. Das Tageshoch lag bei 76,96 EUR/t, das Tagestief bei 75,77 EUR/t.
Trotz des Rücksetzers bleibt der Markt oberhalb der Marke von 75 EUR/t gut behauptet. Diese Zone dient weiterhin als wichtiger Benchmark und stabilisiert das kurzfristige Bild. Die heutige Bewegung ist daher eher als klassischer Rücksetzer innerhalb eines weiterhin intakten Seitwärts bis Unterstützungsbereichs zu werten. Für morgen rücken die neuen Börsendaten in den Fokus, da sie Hinweise darauf geben können, wie spekulative Investoren den Markt aktuell einschätzen. Damit bleibt die Positionierung ein wichtiger Faktor für die nächste Richtungsentscheidung.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt ziehen die Preise für den morgigen Liefertag deutlich an. Hintergrund ist ein klar schwächeres Angebot aus erneuerbaren Energien. Die Windeinspeisung fällt gegenüber heute deutlich zurück und liegt nahezu um die Hälfte niedriger. Auch die Photovoltaik bleibt unter dem Durchschnitt, während die Temperaturen ebenfalls unter die Norm fallen. Damit steigt die Residuallast spürbar, was die konventionelle Erzeugung stärker in die Preisbildung bringt.
Für Deutschland ergibt sich für morgen ein Base Preis von 122,51 EUR/MWh. Der niedrigste Viertelstundenpreis liegt bei 64,00 EUR/MWh, der höchste bei 239,68 EUR/MWh. Daraus ergibt sich ein Spread von 175,68 EUR/MWh.
In Österreich liegt der Base Preis für morgen bei 126,67 EUR/MWh. Der niedrigste Viertelstundenpreis beträgt 74,20 EUR/MWh, der höchste 211,85 EUR/MWh. Der Spread liegt damit bei 137,65 EUR/MWh. Der österreichische Markt bleibt damit ebenfalls fest, wenngleich die Preisspitzen etwas weniger ausgeprägt ausfallen als in Deutschland.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
Deutschland: 122,51 EUR/MWh
Österreich: 126,67 EUR/MWh
Stand 15:49 Uhr