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Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute deutlich fester. Der deutsche Stromjahreskontrakt legte im Tagesverlauf weiter zu und notierte um 15:30 Uhr bei 91,32 EUR/MWh. Damit lag der Markt 1,04 EUR/MWh beziehungsweise 1,15 Prozent über dem Vortagesschluss von 90,27 EUR/MWh. Nach einem Handelsstart bei 89,90 EUR/MWh zog der Kontrakt im Tagesverlauf bis auf ein Hoch von 91,50 EUR/MWh an.
Strom wurde vor allem durch steigende Gaspreise und einen ebenfalls festen CO₂ Markt unterstützt. Das Marktumfeld bleibt damit konstruktiv, da höhere Brennstoffkosten die Erzeugungskosten thermischer Kraftwerke anheben und damit auch den Stromterminmarkt stützen. Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage weiterhin unsicher. Der Markt preist unverändert zahlreiche Risiken ein und hält sich entsprechend auf erhöhtem Niveau. Die Aufwärtsbewegung verläuft zwar langsam, aber stetig. Für eine nachhaltige Entspannung wäre aus Marktsicht wohl nur ein tatsächliches Friedensabkommen ausreichend.
Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt zeigte sich heute eine feste Tendenz. Das Lieferjahr 2027 stieg auf 37,36 EUR/MWh und lag damit 1,20 EUR/MWh beziehungsweise 3,31 Prozent über dem Vortagesschluss. Unterstützend wirkten geringere LNG Ankünfte in Europa, festere asiatische Preise sowie eine erhöhte Nachfrage. Gleichzeitig bleibt der Markt abwartend, da Händler vor der verkürzten Handelswoche offenbar Positionen glätten. Der Monatskontrakt Juni legte ebenfalls zu und bewegte sich zuletzt langsam von rund 44 auf etwa 45,70 bis 46 EUR/MWh.
Der CO₂ Markt zeigte sich ebenfalls fester. Der EUA Preis überschritt zur Mittagszeit die Marke von 76 EUR/t und notierte zuletzt bei 76,65 EUR/t. Unterstützend wirkten Diskussionen auf EU Ebene, wobei die aktuellen Vorschläge keine weitreichenden Eingriffe in das bestehende System erwarten lassen.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt für morgen zeigt sich ein weiterhin gut unterstütztes Preisbild. Die erneuerbare Einspeisung nimmt zu, insbesondere durch deutlich mehr Photovoltaik in Deutschland. Wind bleibt etwa auf heutigem Niveau, während Österreich ebenfalls ungefähr auf dem aktuellen Niveau bleibt. Negative Stundenpreise treten nicht auf. In Deutschland liegt die Spanne zwischen niedrigstem und höchstem Viertelstundenpreis bei 137,90 EUR/MWh, in Österreich bei 115,81 EUR/MWh.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
Deutschland: 93,31 EUR/MWh
Österreich: 103,00 EUR/MWh