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Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute in einer verhalten festen Seitwärtsbewegung. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE blieb trotz geringer Marktaktivität gut unterstützt und notierte am Nachmittag bei 90,75 EUR/MWh. Die anhaltende Unsicherheit rund um den fragilen Waffenstillstand sowie die erneut eingeschränkte Passage durch die Straße von Hormuz halten die Risikoprämien im Markt. Größere Anschlusskäufe blieben zwar aus, dennoch sorgten feste Impulse von Erdgas und CO₂ dafür, dass sich der Stromterminmarkt behaupten konnte. Aus heutiger Sicht bleibt das Niveau nach unten gut abgesichert.
Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt bleibt die geopolitische Lage klar preistreibend. Die Meldung, dass Iran die Passage durch die Straße von Hormuz auf maximal 15 Schiffe pro Tag begrenzen will, verschärft die Unsicherheit über LNG-Lieferketten deutlich. Europas Gaspreise bleiben daher fest, da weiterhin LNG-Mengen im Persischen Golf gebunden sind. Das Lieferjahr 2027 stieg heute nach der gestrigen Korrektur wieder leicht an und notiert aktuell bei 37,10 EUR/MWh. Der Frontmonat Mai liegt bei 45,80 EUR/MWh und damit ebenfalls über dem Vortagesniveau. Fundamental bleibt der Markt unterstützt, solange die Lage im Nahen Osten ungelöst bleibt. Öl wirkt zusätzlich stabilisierend, auch wenn die Nachrichtenlage weiterhin uneinheitlich ist.
Der CO₂-Markt bewegt sich weiterhin in einer volatilen Seitwärtsrange. Nach den jüngsten Meldungen aus Brüssel zog der EUA-Preis spürbar an und erreichte wieder ein Niveau um 73,38 EUR/t. Die neue CBAM-Preisfestsetzung von 75,36 EUR/t für die erste Zertifikatsperiode verstärkt zusätzlich die Aufmerksamkeit auf den europäischen Carbonmarkt. Insgesamt bleibt CO₂ auf erhöhtem Niveau stabil und unterstützt damit die Strompreise.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt bleibt das Preisniveau für morgen hoch. Ursache sind eine schwache Windeinspeisung und gleichzeitig geringe PV-Erzeugung, wodurch die Residuallast deutlich steigt. Für Freitag wird derzeit wieder mit einer spürbaren Zunahme der Windproduktion gerechnet, was die Spotpreise anschließend sinken lassen dürfte. Für den morgigen Liefertag sind keine negativen Stunden zu erwarten.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 119,57 EUR/MWh
• Österreich: 124,68 EUR/MWh