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Der Handelstag
Der Handelstag - Ruhiger nach Korrektur

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
08.04.2026

Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute deutlich schwächer und reagierte damit unmittelbar auf die Entwicklungen der vergangenen Nacht. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE eröffnete bei 93,90 EUR/MWh und geriet im frühen Handel unter spürbaren Druck, wobei das Tagestief bei 88,09 EUR/MWh markiert wurde. Im weiteren Tagesverlauf stabilisierte sich der Markt und ging in eine ausgeprägte Seitwärtsbewegung über. Die Korrektur ist dabei vor allem als Reaktion auf die Entspannungssignale im geopolitischen Umfeld zu werten und reduzierte die zuvor eingepreiste Risikoprämie deutlich. Insgesamt nimmt die Bewegung kurzfristig Druck aus dem Markt, ohne jedoch das übergeordnete fundamentale Bild wesentlich zu verändern. Solange sich die Rahmenbedingungen nicht weiter entspannen, dürfte sich das Preisniveau vorerst im Bereich um 88–90 EUR/MWh einpendeln.

Brennstoffe und CO₂
Am Gasmarkt kam es heute zu einer deutlichen Korrektur infolge der Nachrichtenlage rund um eine mögliche Waffenruhe im Iran-Konflikt. Das Lieferjahr 2027 startete bei 40,65 EUR/MWh und fiel im weiteren Verlauf deutlich bis auf 35,38 EUR/MWh zurück. Anschließend stabilisierte sich der Markt und bewegte sich seitwärts um ein Niveau von rund 36 EUR/MWh. Auch der Frontmonat Mai reagierte deutlich und gab um rund 17 % auf etwa 43,80–44 EUR/MWh nach. Insgesamt spiegelt die Bewegung vor allem den Abbau geopolitischer Risikoprämien wider.
 

Der CO₂-Markt zeigte sich hingegen vergleichsweise stabil. Nach einem festen Start und zwischenzeitlichen Gewinnen gab der EUA-Preis im Tagesverlauf leicht nach und pendelte sich wieder auf einem Niveau um 71,70 EUR/t ein. Die zwischenzeitliche Kaufdynamik wurde durch Erwartungen an eine wirtschaftliche Stabilisierung gestützt, konnte jedoch nicht vollständig gehalten werden. Insgesamt bleibt der Markt kurzfristig seitwärts gerichtet.

Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt stehen die Preise weiterhin unter Druck. Eine hohe PV-Einspeisung und zunehmend Wind führen erneut zu sinkenden Preisen und sorgt insbesondere in den Mittagsstunden für negative Strompreise. Auch morgen wird diese Struktur bestehen bleiben, wenngleich die negativen Stunden moderat ausfallen.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:


• Deutschland: 81,63 EUR/MWh
• Österreich: 88,32 EUR/MWh