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Der Handelstag
Novemberkontrakt zieht deutlich an
  • Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte! 
von Andreas Forster
06.10.2026

Terminmarkt

Der Stromterminmarkt zeigt heute eine klare Aufwärtsbewegung. Der Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE steigt auf 133,52 EUR/MWh und überschritt im Tagesverlauf die Marke von 134 EUR/MWh. Nach einem Start bei 130,12 EUR/MWh wurde mit 134,37 EUR/MWh das Tageshoch erreicht. Der entscheidende Impuls kommt erneut vom Gasmarkt. Vor allem der Novemberkontrakt zieht deutlich an und überspringt im Vormittagshandel die Marke von 175 EUR/MWh. Auch Cal 28 wird von dieser Bewegung erfasst. 

Erdgas und LNG

Am Gasmarkt setzt sich entgegen der Entwicklung am Ölmarkt die Aufwärtsbewegung fort. Der Lieferjahrgang 2027 steigt auf 61,50 EUR/MWh und testete im Tagesverlauf bereits 62,49 EUR/MWh. Nach dem Anstieg konnte sich der Markt jedoch nicht oberhalb dieser Marke etablieren und handelt aktuell wieder um 61,50 EUR/MWh seitwärts. Fundamental haben sich keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Die Diskussion um die Speicherfüllstände in Deutschland kann jedoch jederzeit neue Dynamik in den Markt bringen. Der Frontmonat notiert bei 76,38 EUR/MWh. 

CO₂

Der EUA Dez 26 Kontrakt zeigt heute eine leichte Gegenbewegung zum Abwärtstrend der vergangenen Handelstage. Mit aktuell rund 84,61 EUR/t bleibt die Erholung jedoch begrenzt. Zwar wurde im Tagesverlauf mit 85,13 EUR/t die Marke von 85 EUR/t kurz überschritten, eine nachhaltige Bewegung darüber blieb jedoch aus. Damit bleibt CO₂ innerhalb des bestehenden Trendkanals seitwärtsgerichtet. Ein nachhaltiger Ausbruch über 85 EUR/t wäre notwendig, um das kurzfristige Bild wieder deutlich aufzuhellen.

Spotmarkt und Allgemeines

Am Spotmarkt für morgen, Mittwoch, 7. Oktober 2026, bleibt das Preisniveau zunächst sehr hoch. Deutschland erreicht einen Baseload von 192,03 EUR/MWh, Österreich liegt mit 194,85 EUR/MWh nur leicht darüber. Die Preise bewegen sich in Deutschland zwischen 122,91 und 280,42 EUR/MWh, in Österreich zwischen 98,46 und 280,42 EUR/MWh. Der wesentliche Belastungsfaktor ist die weiterhin schwache Windeinspeisung. In Deutschland fehlen morgen rund 12,5 GW Windleistung gegenüber dem Durchschnitt.

Für die folgenden Tage zeichnet sich jedoch eine deutliche Wetteränderung ab. Mit kräftig zunehmendem Wind dürfte die erneuerbare Einspeisung deutlich steigen und damit den Baseload spürbar unter Druck setzen. Der morgige Tag stellt somit voraussichtlich den Hochpunkt dar, bevor der Wetterumschwung zu einer deutlich entspannteren Preisbildung führt.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

• Deutschland: 192,03 EUR/MWh
• Österreich: 194,85 EUR/MWh