Diese Seite verwendet Cookies um die Nutzererfahrung zu ermöglichen und zu verbessern. Details dazu und zum Datenschutz finden Sie hier

Der Handelstag
Wetterprognosen wirken entlastend
  • Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte! 
von Andreas Forster
16.10.2026

Terminmarkt

Der deutsche Cal 27 Phelix DE notiert bei 146,95 EUR/MWh. Im Tagesverlauf bewegte sich der Kontrakt zwischen 144,87 und 147,02 EUR/MWh. Gleichzeitig werden Positionen geschlossen, wodurch die weitere Kursentwicklung zunächst gebremst werden kann. Solange die technische Unterstützung zwischen 145,50 und 145,60 EUR/MWh hält, bleibt das kurzfristige Marktbild konstruktiv. Ein Ausbruch über 146,30 EUR/MWh könnte zusätzliches Aufwärtspotenzial eröffnen. 

Erdgas und LNG

Der Gasmarkt tendiert leicht fester und bleibt vor allem durch geopolitische Unsicherheiten gestützt. Der Kontrakt für das Lieferjahr 2027 notiert bei 71,41 EUR/MWh und erreichte im Tagesverlauf ebenfalls sein Hoch bei 71,41 EUR/MWh. Das Tagestief lag bei 69,05 EUR/MWh. Es gibt keine fundamentalen Veränderungen. Entlastend wirken jedoch die Wetterprognosen, die mehr Wind und mildere Temperaturen erwarten lassen. Dadurch sinkt das Risiko einer wetterbedingt erhöhten Gasnachfrage. Dennoch bleibt die geopolitische Risikoprämie bestehen und unterstützt das Preisniveau. Der Markt dürfte daher weiterhin sensibel auf neue Nachrichten reagieren. 

CO₂

Der EUA Dezember 2026 bewegt sich nach den jüngsten Gewinnmitnahmen seitwärts. Der Handel verläuft ruhig und konzentriert sich auf einen Bereich um 86 EUR/t. Der EUA Dezember 2026 handelt in einer Spanne von 85,41 bis 86,06 EUR/t, notierte zuletzt bei rund 85,90 EUR/t. Der Markt wartet auf neue Impulse, während die vorherige Aufwärtsbewegung zunächst an Dynamik verloren hat. Ein klarer neuer Trend ist derzeit nicht erkennbar. 

Spotmarkt und Allgemeines

Am Spotmarkt bleiben die Strompreise für Samstag, den 17. Oktober 2026, auf hohem Niveau. Die deutlich höhere Windproduktion und sinkende Restlast wirken grundsätzlich preisdämpfend. Aber steigende Nachfrage, kühlere Temperaturen und höhere Nettoexporte kompensieren diesen Effekt teilweise. Der deutsche Day Ahead Baseload liegt bei 168,27 EUR/MWh, während Österreich mit 227,98 EUR/MWh deutlich darüber notiert. Mit fortschreitender Jahreszeit nimmt die Photovoltaikeinspeisung ab, wodurch fehlende Windenergie zunehmend schwerer ausgeglichen werden kann. Für die kommende Woche wird ein weiterhin hohes, tendenziell leicht steigendes Preisniveau erwartet.

In Deutschland reicht die Preisspanne von 118,34 bis 245,43 EUR/MWh. In Österreich liegt sie zwischen 180,23 und 285,00 EUR/MWh. Der Spread zwischen höchstem und niedrigstem Preis beträgt damit in Deutschland 127,09 EUR/MWh und in Österreich 104,77 EUR/MWh. Besonders Österreich bleibt durch das hohe Preisniveau angespannt, während Deutschland ebenfalls von der begrenzten Einspeisung erneuerbarer Energien betroffen ist.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

• Deutschland: 168,27 EUR/MWh 

• Österreich: 227,98 EUR/MWh