- Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!
Terminmarkt
Der Stromterminmarkt zieht zum Wochenschluss weiter an. Der Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE notiert bei 131,25 EUR/MWh und hat damit die Marke von 130 EUR/MWh überschritten. Nach einem Tagestief von 127,65 EUR/MWh wurde im Tagesverlauf bereits 131,93 EUR/MWh erreicht. Die Bewegung wird von Gas und CO₂ unterstützt, ist zugleich aber typisch für einen Freitag und damit teilweise technisch geprägt. Fundamental haben sich gegenüber den vergangenen Tagen kaum Veränderungen ergeben. Das aktuelle Preisniveau dürfte daher auch in der kommenden Woche grundsätzlich Bestand haben.
Erdgas und LNG
Am Gasmarkt bleibt die Preisbewegung volatil. Der Lieferjahrgang 2027 steigt auf 59,00 EUR/MWh. Bei 59,50 EUR/MWh wurde im Tagesverlauf bereits ein Widerstand getestet. Die Bewegung ist derzeit vor allem technisch geprägt und noch nicht durch eine wesentliche Veränderung der fundamentalen Lage begründet. Der Frontmonat liegt bei 79,15 EUR/MWh.
CO₂
Der EUA Dez 26 Kontrakt geht mit einem Plus ins Wochenende und notiert bei rund 86,72 EUR/t. Nach einem Tagestief von 85,78 EUR/t wurde mit 86,85 EUR/t nahezu das Tageshoch erreicht. Die ablaufende Compliance Frist sorgt aktuell noch für zusätzliche Marktaktivität und Positionsanpassungen. In der kommenden Woche dürfte dieser Effekt jedoch nachlassen. Insgesamt bleibt CO₂ gut unterstützt. Bis zum Jahresende besteht jedoch weiterhin Potenzial für höhere Preise, wobei die Entwicklung am Gasmarkt und der starke Ölpreis zusätzliche Unterstützung liefern.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt für morgen, Samstag, 19. September 2026, drücken eine starke Wind- und PV-Einspeisung die Preise deutlich. Deutschland erreicht einen Baseload von lediglich 42,67 EUR/MWh, wobei die Preise zwischen minus 1,94 und 134,25 EUR/MWh liegen. Österreich bleibt mit 145,09 EUR/MWh deutlich höher und bewegt sich zwischen 1,38 und 248,00 EUR/MWh.
In Deutschland treten damit negative Viertelstundenpreise auf. Der niedrigste Preis liegt bei minus 1,94 EUR/MWh, während das Tagesmaximum 134,25 EUR/MWh erreicht. Daraus ergibt sich eine Preisspanne von 136,19 EUR/MWh. Ursache der negativen Preise ist die hohe erneuerbare Einspeisung bei gleichzeitig begrenzter Nachfrage. Besonders in den PV-Stunden entsteht dadurch ein deutlicher Angebotsüberhang. Für Sonntag wird anschließend wieder ein etwas höheres Preisniveau erwartet.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 42,67 EUR/MWh
• Österreich: 145,09 EUR/MWh