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Gas und Hitze treiben Markt
Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigt sich heute bei geringer Handelsaktivität seitwärts. Der deutsche Jahreskontrakt Cal 2027 notiert bei 106,20 EUR/MWh, nachdem er bei 105,50 EUR/MWh eröffnet hatte und im Tagesverlauf bis 106,57 EUR/MWh stieg. Der Markt wartet derzeit auf neue Impulse, bleibt fundamental jedoch gut unterstützt. Die geopolitische Unsicherheit, die hohe Gaspreise und die anhaltende Hitze sorgen weiterhin für ein grundsätzlich festes Umfeld.
Erdgas und LNG
Am Gasmarkt ziehen die Preise wieder an. Das Lieferjahr 2027 stieg auf 43,33 EUR/MWh, der Frontmonat notiert bei 60,75 EUR/MWh. Unterstützend wirkt die anhaltende Hitzewelle in Südeuropa, insbesondere in Italien, wo der zusätzliche Kühlbedarf die Gasnachfrage erhöht. Gleichzeitig beginnen Wartungsarbeiten an norwegischer Infrastruktur und reduzieren damit das europäische Gasangebot. In Asien verbessert sich die LNG Versorgung zwar wieder, dennoch bleibt die Frage nach den verfügbaren Mengen aus den USA ein Unsicherheitsfaktor. Die geopolitische Lage rund um die Straße von Hormus bleibt ebenfalls ein wesentliches Risiko für den Markt. Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge haben die Energieproduzenten am Persischen Golf das Vertrauen in die Trump-Regierung vollständig verloren und akzeptieren stillschweigend die dauerhafte Kontrolle des Iran über die Straße von Hormus.
CO₂
Der EUA Dezember 2026 Kontrakt notiert bei 81,83 EUR/t, nachdem im Tagesverlauf 82,76 EUR/t erreicht wurden. Spekulative Marktteilnehmer erhöhen ihre Positionen auf steigende Preise. Gleichzeitig unterstützt die höhere Gasverstromung die Nachfrage nach Zertifikaten. Damit bleibt der CO₂ Markt trotz der insgesamt geringen Handelsaktivität gut unterstützt.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt bleibt die Volatilität für den morgigen Liefertag außergewöhnlich hoch. Die Windeinspeisung schwankt deutlich und erreicht in der Nacht zum Freitag bis zu 20000 MW, während die Photovoltaik zur Mittagszeit mehr als 55000 MW erzeugt. Gleichzeitig steigen die Temperaturen wieder an. Dadurch entstehen erneut sehr starke Viertelstundenpreisspitzen in den frühen Abendstunden. In Deutschland liegt der niedrigste Preis bei minus 0,01 EUR/MWh. Der negative Preis ist damit lediglich marginal und resultiert aus einem kurzfristigen Überangebot durch erneuerbare Erzeugung. Der Höchstpreis erreicht dagegen 487,38 EUR/MWh. Die Preisspanne beträgt somit 487,39 EUR/MWh und verdeutlicht die extreme Volatilität des morgigen Marktes. In Österreich bleiben die Preise mit einem Minimum von 65,83 EUR/MWh durchgehend positiv.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 147,07 EUR/MWh
• Österreich: 161,55 EUR/MWh