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Der Handelstag
Gas korrigiert
  • Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte! 
von Andreas Forster
11.08.2026

Terminmarkt

Der Terminmarkt zeigt sich heute auf weiter hohem Niveau schwächer. Der deutsche Jahreskontrakt Cal 2027 notiert kruz vor Redaktionsschluss bei 104,80 EUR/MWh, nachdem er bei 106,71 EUR/MWh eröffnet hatte und im Tagesverlauf bis 106,87 EUR/MWh stieg. Die geringe Handelsaktivität im Ferienmonat August begünstigt eine eher seitwärts bis leicht abwärts gerichtete Entwicklung. Trotz der heutigen Korrektur bleibt der Strommarkt fundamental gut unterstützt.

Erdgas und LNG

Am Gasmarkt kam es heute zu einer deutlichen Korrektur. Das Lieferjahr 2027 fiel von 44,40 EUR/MWh auf zuletzt rund 41,91 EUR/MWh, während der Frontmonat bei 59,01 EUR/MWh notiert. Belastend wirken aktuell höhere LNG Anlandungen in Europa. Gleichzeitig steigen die Spotpreise in Asien, was den Wettbewerb um verfügbare LNG Mengen erhöht. Hitze und Trockenheit halten den europäischen Gasmarkt jedoch grundsätzlich gut unterstützt. Hinzu kommt die weiterhin hohe geopolitische Unsicherheit mit einem entsprechenden Eskalationsrisiko. Der heutige Rückgang dürfte daher eher als Korrektur denn als grundlegende Entspannung zu werten sein.

CO₂

Der CO₂ Markt bewegt sich weiterhin seitwärts. Der EUA Dezember 2026 Kontrakt notiert bei 83,38 EUR/t und damit nahe dem Tageshoch von 83,40 EUR/t. Die Handelsspanne lag zwischen 81,72 EUR/t und 83,40 EUR/t. Bei geringer Handelsaktivität dominiert damit weiterhin eine Seitwärtsbewegung, ohne dass sich ein neuer klarer Trend etabliert.

Spotmarkt und Allgemeines

Am Spotmarkt steigt die Volatilität für den morgigen Liefertag deutlich. Eine schwächere Windeinspeisung trifft auf eine Solarproduktion von mehr als 50000 MW, während gleichzeitig die Temperaturen wieder steigen. Dadurch entstehen Differenzen zwischen sehr niedrigen Mittagswerten und extremen Preisspitzen in den Abendstunden. In Deutschland liegt der niedrigste Preis bei 0,00 EUR/MWh, negative Stundenpreise treten somit nicht auf. Der Höchstpreis erreicht dagegen 461,17 EUR/MWh. Die Preisspanne beträgt damit 461,17 EUR/MWh und verdeutlicht die außergewöhnlich hohe Viertelstundenvolatilität. In Österreich bleibt der niedrigste Preis mit 21,88 EUR/MWh positiv.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

• Deutschland: 138,40 EUR/MWh

• Österreich: 146,39 EUR/MWh