- Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!
Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute zunächst fester, gab am Nachmittag jedoch einen Teil der Gewinne wieder ab. Der deutsche Jahreskontrakt Cal 2027 erreichte im Tagesverlauf 104,80 EUR/MWh und notierte zuletzt bei 102,26 EUR/MWh. Damit bleibt der Kontrakt leicht über dem Vortagesniveau. Der August ist traditionell ein handelsarmer Ferienmonat, weshalb bereits kleinere Orders zu spürbaren Kursbewegungen führen können. Das Marktbild ist unverändert. Der Strommarkt orientiert sich weiterhin am Gasmarkt und wird zusätzlich durch die anhaltende Wasserknappheit sowie die eingeschränkte Verfügbarkeit von Kernkraftwerken in mehreren europäischen Ländern, insbesondere in Frankreich, gestützt.
Erdgas und LNG
Am Gasmarkt setzte sich die Konsolidierung fort. Das Lieferjahr 2027 notierte zuletzt bei 40,83 EUR/MWh, nachdem im Tagesverlauf noch 42,20 EUR/MWh erreicht wurden. Der Frontmonat lag bei 57,64 EUR/MWh. Auslöser der Schwäche waren Aussagen von US Präsident Trump über Fortschritte bei den Gesprächen mit dem Iran, wodurch geopolitische Risikoprämien zunächst zurückgingen. Gleichzeitig rückt die Diskussion um die europäischen Gasspeicher zunehmend in den Fokus.
CO₂
Der CO₂ Markt bewegte sich heute in einer engen Handelsspanne. Der EUA Dezember 2026 Kontrakt stieg auf 81,57 EUR/t und pendelt damit weiterhin im Bereich zwischen 81 und 82 EUR/t. Aufgrund der Ferienzeit bleibt das Handelsvolumen gering und neue fundamentale Impulse sind derzeit rar. Insgesamt dominiert eine stabile Seitwärtsbewegung.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt bleibt die Lage für den morgigen Liefertag zweigeteilt. In Frankreich stehen rund 5 GW weniger Kernkraftleistung zur Verfügung, während der Kühlbedarf die Stromnachfrage leicht über den saisonalen Durchschnitt anhebt. Gleichzeitig wirken Ferienzeit und Betriebsurlaube in der Industrie nachfragedämpfend. In Deutschland wurden 13 negative Viertelstundenpreise gehandelt. Der niedrigste Day Ahead Preis liegt bei minus 0,91 EUR/MWh. In Österreich treten hingegen keine negativen Preise auf. Die Preisspanne im deutschen Day Ahead Markt reicht von minus 0,91 EUR/MWh bis 225,86 EUR/MWh und beträgt 226,77 EUR/MWh. Für Österreich lag die Preisspanne zwischen 70,98 EUR/MWh und 303,57 EUR/MWh.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 110,52 EUR/MWh
• Österreich: 162,33 EUR/MWh