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Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute schwächer. Der deutsche Jahreskontrakt Cal 2027 folgte den nachgebenden Gaspreisen und notierte zuletzt bei 104,35 EUR/MWh, nachdem er den Handel noch bei 105,85 EUR/MWh eröffnet hatte. Zusätzlicher Druck kam vom CO₂ Markt, der ebenfalls korrigierte. Trotz der heutigen Verluste bleibt das Preisniveau im historischen Vergleich hoch. Die fundamentalen Risiken am Gasmarkt sowie die anhaltende Hitzewelle begrenzen das weitere Abwärtspotenzial.
Erdgas und LNG
Am Gasmarkt setzte sich die Korrektur fort. Die seit dem Wochenende anhaltende Gefechtspause und die veröffentlichten Gespräche über eine mögliche Friedenslösung sorgten für eine Entspannung der geopolitischen Risikoprämie. Das Lieferjahr 2027 fiel auf 41,77 EUR/MWh, während der Frontmonat bei 57,67 EUR/MWh notierte. Das Abwärtspotenzial bleibt jedoch begrenzt. Die anhaltende Hitzewelle, sinkende Wasserstände und die damit verbundenen Belastungen für die Energieversorgung sorgen weiterhin für eine stabile fundamentale Unterstützung.
CO₂
Der EUA Dezember 2026 Kontrakt fiel auf 81,44 EUR/t. Belastend wirkten die Diskussionen beim heutigen Treffen der EU Umweltminister in Dublin. Im Mittelpunkt stehen die Bedingungen für die kostenlose Zuteilung von Emissionszertifikaten an die Industrie, die sich zunehmend zum größten Streitpunkt der ETS Reform entwickeln. Die politische Unsicherheit führte zu Gewinnmitnahmen und einer spürbaren Korrektur.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt rückt die anhaltende Hitzewelle zunehmend in den Fokus. In Rumänien wurde ein Kernkraftwerk abgeschaltet und in mehreren Regionen Europas beeinträchtigen niedrige Wasserstände bereits die Binnenschifffahrt. Gleichzeitig dämpft die hohe Photovoltaik Erzeugung die Preise zur Mittagszeit, während in den Abendstunden aufgrund der hohen Nachfrage und sinkenden Solarproduktion extreme Preisspitzen auftreten. Im deutschen Day Ahead Markt wird mit minus 0,10 EUR/MWh ein kurzfristig negativer Stundenpreis erreicht, verursacht durch das hohe Solarangebot. Die eigentliche Marktlage bleibt jedoch angespannt. Die Preisspanne reicht von minus 0,10 EUR/MWh bis 352,36 EUR/MWh und beträgt damit 352,46 EUR/MWh, was die außergewöhnlich hohe Volatilität unterstreicht.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 126,84 EUR/MWh
• Österreich: 137,98 EUR/MWh