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Der Handelstag
Feuerpause sorgt für Druck
  • Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte! 
von Andreas Forster
27.07.2026

Terminmarkt

Der Terminmarkt zeigte sich heute etwas schwächer. Der deutsche Jahreskontrakt Cal 2027 gab auf 108,30 EUR/MWh nach, nachdem er zum Handelsbeginn noch bei 110,67 EUR/MWh notiert hatte. Ausschlaggebend war vor allem die Korrektur am Gasmarkt. Das Abwärtspotenzial bleibt jedoch begrenzt. Die geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten ist trotz der Feuerpause weiterhin präsent und die Wetterprognosen deuten auch für den August auf überdurchschnittlich hohe Temperaturen hin. Insgesamt bleibt das Marktumfeld deshalb konstruktiv.

Erdgas und LNG

Am Gasmarkt sorgte die Feuerpause im Konflikt zwischen dem Iran und den USA zunächst für eine Entspannung. Das Lieferjahr 2027 fiel auf 43,20 EUR/MWh, nachdem es am Vortag noch bei 45,35 EUR/MWh eröffnet hatte. Der Frontmonat notierte zuletzt bei 59,07 EUR/MWh. Trotz der Korrektur bleibt das Preisniveau hoch. Marktteilnehmer beobachten weiterhin aufmerksam die geopolitische Entwicklung sowie die Auswirkungen auf die LNG Versorgung. Solange keine nachhaltige Entspannung eintritt, dürfte ein Teil der Risikoprämie bestehen bleiben.

CO₂

Der CO₂ Markt zeigte sich wie erwartet etwas schwächer. Der EUA Dezember 2026 Kontrakt gab auf 83,14 EUR/t nach. Nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen Woche erscheint die aktuelle Konsolidierung als gesunde Gegenbewegung. Gleichzeitig bleibt die Volatilität hoch, da sich viele Marktteilnehmer nach den jüngsten Kursgewinnen neu positionieren.

Spotmarkt und Allgemeines

Am Spotmarkt führen die höhere Windeinspeisung und eine starke Solarproduktion zu einem vorübergehenden Überangebot. Im deutschen Day Ahead Markt treten deshalb für morgen in neun Stunden leicht negative Preise bis minus 0,19 EUR/MWh auf. In Österreich wurden hingegen keine negativen Preise gehandelt. Im weiteren Wochenverlauf dürfte die Windeinspeisung wieder zurückgehen, während die Photovoltaik Erzeugung erneut rund 50000 MW erreichen soll. Es ist wieder mit festeren Spotpreisen zu rechnen. Die Preisspanne im deutschen Day Ahead Markt reicht von minus 0,19 EUR/MWh bis 238,29 EUR/MWh und beträgt 238,48 EUR/MWh.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

• Deutschland: 116,82 EUR/MWh

• Österreich: 126,77 EUR/MWh