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Der Handelstag
Gas und Hitze treiben Strom

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte! 

von Andreas Forster
13.07.2026

Terminmarkt

Der Terminmarkt zeigte sich heute deutlich fester. Der deutsche Jahreskontrakt Cal 2027 legte bis auf 99,50 EUR/MWh zu und notierte zuletzt bei 99,40 EUR/MWh. Haupttreiber der Aufwärtsbewegung war erneut der Gasmarkt, der den Strompreisen spürbaren Rückenwind verlieh. Zusätzlich sorgten festere CO₂ Preise sowie eine eingeschränkte Verfügbarkeit von Kernkraftwerken in Frankreich und der Schweiz für Unterstützung. Insgesamt bleibt das Marktumfeld konstruktiv. Solange sich die fundamentalen Risiken am Gasmarkt nicht entspannen, dürfte der Stromterminmarkt auf erhöhtem Niveau bleiben.

Erdgas und LNG

Der Gasmarkt setzte seinen Aufwärtstrend fort. Das Lieferjahr 2027 stieg auf 38,95 EUR/MWh, während der Frontmonat bei 50,90 EUR/MWh notierte. Die fundamentale Lage bleibt angespannt. Die Einspeicherung in die europäischen Gasspeicher verläuft weiterhin schleppend und hält die Sorge vor einer unzureichenden Speicherfüllung für den kommenden Winter aufrecht. Die geopolitische Unsicherheit zwischen den USA und dem Iran sorgt für anhaltende Risikoprämien. Seit dem 10. Juli konnten nach Angaben aus dem Markt keine LNG-Tanker mehr die Straße von Hormus passieren, wodurch die Unsicherheit über die zukünftige Versorgungslage weiter zunimmt.

CO₂

Der CO₂ Markt zeigte sich heute ebenfalls fester. Der EUA Dezember 2026 Kontrakt stieg wieder über die Marke von 80 EUR/t und notierte zuletzt bei 80,03 EUR/t. Unterstützt wurde die Entwicklung durch eine etwas stärkere Nachfrage seitens der Marktteilnehmer. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf den 15. Juli, an dem wichtige Entscheidungen zur Revision des europäischen Emissionshandelssystems erwartet werden. 

Spotmarkt und Allgemeines

Am Spotmarkt bestimmen weiterhin die Wetterbedingungen die Preisentwicklung für den morgigen Liefertag. Die Solarproduktion erreicht zur Mittagszeit erneut mehr als 50.000 MWh, während die Windeinspeisung im Tagesverlauf zwischen rund 5000 MWh und 12000 MWh schwankt. Gleichzeitig hält die Hitzewelle in weiten Teilen Europas bis mindestens zur zweiten Wochenhälfte an und sorgt für einen erhöhten Strombedarf. Trotz der hohen Solarproduktion werden für morgen keine negativen Stundenpreise erwartet. Die Preisspanne im deutschen Day Ahead Markt reicht von 45,01 EUR/MWh bis 185,50 EUR/MWh und beträgt damit 140,49 EUR/MWh.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

• Deutschland: 123,97 EUR/MWh

• Österreich: 135,72 EUR/MWh