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Der Handelstag
Der Handelstag - Es bleibt heiß

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte! 

von Andreas Forster
10.07.2026

Terminmarkt

Der Terminmarkt zeigte sich heute zunächst leicht schwächer bis seitwärts auf weiterhin hohem Preisniveau. Im Nachmittagshandel nahmen die Gewinnmitnahmen zu, wodurch der deutsche Jahreskontrakt 2027 auf 97,01 EUR/MWh zurückfiel. Unterstützung erhielt der Strommarkt weiterhin vom Gasmarkt, während auch der CO₂ Markt am Morgen leicht zulegen konnte. Die anhaltende Hitzewelle in weiten Teilen Europas bleibt der wichtigste fundamentale Treiber.

Erdgas und LNG

Am Gasmarkt standen kam es am Nachmittag zu Preisrückgängen. Das Lieferjahr 2027 notierte zuletzt bei 37,52 EUR/MWh, nachdem zu Handelsbeginn noch 38,00 EUR/MWh erreicht wurden. Der Frontmonat lag bei 48,47 EUR/MWh. Fundamental bleibt die Lage jedoch angespannt. Die anhaltenden Versorgungsrisiken im Nahen Osten sorgen weiterhin für eine erhöhte Risikoprämie. Zusätzlich dämpft Katar seine Bemühungen, die Produktion der weltweit größten LNG-Anlage rasch wieder hochzufahren. Gleichzeitig sieht Norwegen keine Möglichkeit, die eigene Gasförderung kurzfristig weiter auszuweiten. Das begrenzte zusätzliche Angebot stützt den europäischen Gasmarkt trotz der heutigen Korrektur.

CO₂

Der CO₂ Markt zeigte sich am Morgen fester und stabilisierte sich im weiteren Handelsverlauf. Neue fundamentale Impulse blieben jedoch aus. Der EUA Dezember 2026 Kontrakt notierte zuletzt bei 78,92 EUR/t. Nach den stärkeren Schwankungen der vergangenen Tage bewegt sich der Markt derzeit in einer Konsolidierungsphase. Insgesamt bleibt CO₂ auf einem im historischen Vergleich erhöhten Preisniveau.

Spotmarkt und Allgemeines

Am Spotmarkt steht für den morgigen Liefertag erneut die Wetterentwicklung im Mittelpunkt. Die Solarproduktion erreicht zur Mittagszeit mehr als 50000 MW, während die Windeinspeisung mit weniger als 5000 MW außergewöhnlich niedrig ausfällt. Gleichzeitig hält die Hitzewelle in Europa weiter an und sorgt für eine erhöhte Stromnachfrage durch den steigenden Kühlbedarf. Im deutschen Day Ahead Markt tritt kurzfristig ein leicht negativer Stundenpreis von minus 1,01 EUR/MWh auf. Ursache ist die sehr hohe Solarproduktion zur Mittagszeit, die das Stromangebot vorübergehend über die Nachfrage steigen lässt. Aufgrund der sehr geringen Ausprägung handelt es sich jedoch lediglich um einen kurzfristigen Überschuss und nicht um eine grundlegende Marktschwäche. Die Preisspanne reicht von minus 1,01 EUR/MWh bis 160,31 EUR/MWh und beträgt damit 161,32 EUR/MWh, was die weiterhin hohe wetterbedingte Volatilität unterstreicht.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

• Deutschland: 94,60 EUR/MWh

• Österreich: 95,06 EUR/MWh