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Der Handelstag
Der Handelstag - Geopolitik hält Märkte fest

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte! 

von Andreas Forster
09.07.2026

Terminmarkt

Der Terminmarkt zeigte sich heute erneut fester. Der deutsche Jahreskontrakt 2027 stieg auf 97,50 EUR/MWh und erreichte damit den höchsten Stand seit Ende März. Unterstützung erhielt der Markt vor allem von den anhaltend hohen Gaspreisen, die derzeit der wichtigste Taktgeber für den Stromterminmarkt bleiben. Der CO₂-Markt gab im Tagesverlauf zwar leicht nach und begrenzte damit den Aufwärtsdruck, dennoch überwogen die geopolitischen Risikoprämien.

Erdgas und LNG

Am Gasmarkt setzte sich die Aufwärtsbewegung fort. Die nächtlichen Angriffe im Irankrieg sorgten erneut für steigende Risikoprämien und hoben sowohl den Frontmonat als auch die längerfristigen Kontrakte an. Das Lieferjahr 2027 stieg auf 38,05 EUR/MWh, während der Frontmonat bei 49,88 EUR/MWh notierte. Zusätzlich bleibt die anhaltende Hitzewelle ein wesentlicher Preistreiber. Marktteilnehmer richten ihren Blick inzwischen verstärkt auf die Wetterentwicklung gegen Ende Juli. Sollte sich eine Abkühlung abzeichnen, könnte dies den Preisdruck am Gasmarkt etwas verringern. Bis dahin bleibt die fundamentale Lage jedoch klar unterstützend.

CO₂

Der CO₂ Markt zeigte heute eine Gegenbewegung nach den kräftigen Anstiegen der vergangenen Handelstage. Der EUA Dezember 2026 Kontrakt fiel auf 78,95 EUR/t. Belastend wirkten einerseits Gewinnmitnahmen und andererseits die laufenden Diskussionen auf EU-Ebene über die zukünftigen Zuteilungsmengen im Emissionshandel.

Spotmarkt und Allgemeines

Die Photovoltaik Erzeugung steigt gegenüber dem Vortag an, gleichzeitig fällt die Windeinspeisung um rund 4 GW geringer aus. Hinzu kommen Temperaturen, die in weiten Teilen Europas zwischen zwei und sieben Grad über den saisonalen Durchschnittswerten liegen. Auch die reduzierte Kernkraftverfügbarkeit trägt zu einem festen Preisniveau bei. Negative Stundenpreise wurden für morgen nicht gehandelt. Die Preisspanne im deutschen Day Ahead Markt reicht von 30,00 EUR/MWh bis 194,59 EUR/MWh und beträgt damit 164,59 EUR/MWh, was weiterhin auf eine hohe wetterbedingte Volatilität schließen lässt.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

 

• Deutschland: 123,67 EUR/MWh

• Österreich: 123,33 EUR/MWh