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Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute in einem engen Handelsband um 95 EUR/MWh. Der deutsche Cal 2027 Kontrakt bewegte sich überwiegend seitwärts und notierte zuletzt bei 94,95 EUR/MWh. Unterstützung erhält der Markt weiterhin durch die anhaltende Hitzewelle in Europa. Besonders Frankreich rückt in den Fokus, nachdem EDF den ersten Reaktor in Golfech vom Netz genommen hat und zur Wochenmitte drei weitere Reaktoren ihre Leistung aufgrund der erwarteten Temperaturen von über 40 Grad reduzieren sollen. Gleichzeitig deuten die Wetterprognosen auch für die kommende Woche auf Temperaturen von sechs bis neun Grad über dem langjährigen Durchschnitt hin. Der August 2026 Kontrakt konnte sich am Morgen zeitweise oberhalb von 107 EUR/MWh behaupten, gab im weiteren Verlauf jedoch leicht nach.
Erdgas und LNG
Am Gasmarkt bleibt die fundamentale Lage angespannt. Die europäischen Gasspeicher liegen weiterhin deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt, während gleichzeitig die Konkurrenz mit Asien um verfügbare-LNG Lieferungen zunimmt. Die erwartete Hitzewelle dürfte den Gasverbrauch für die Stromerzeugung und Kühlung zusätzlich erhöhen. Belastend wirkt außerdem die geopolitische Lage, nachdem erneut Angriffe auf Öl- und LNG-Tanker in der Straße von Hormus gemeldet wurden. Das Lieferjahr 2027 notierte zuletzt bei 35,52 EUR/MWh, nachdem zwischenzeitlich ein Tageshoch von 36,23 EUR/MWh erreicht wurde. Das Frontmonat lag bei rund 45,74 EUR/MWh. Insgesamt bleibt die Risikoprämie am Gasmarkt bestehen.
CO₂
Der CO₂ Markt zeigte heute eine Gegenbewegung nach dem starken Anstieg des Vortages, als die EUA Dezember 2026 Kontrakt den höchsten Stand seit fünf Monaten erreicht hatten. Marktteilnehmer warten derzeit auf weitere Signale aus Brüssel hinsichtlich der zukünftigen Ausgestaltung des Emissionshandels. Gleichzeitig bleiben die Aussichten aufgrund der anhaltenden Hitzewelle konstruktiv, da ein höherer Strombedarf auch die Nachfrage nach Emissionszertifikaten erhöht. Der EUA Dezember 2026 Kontrakt notierte zuletzt bei 80,39 EUR/t und bleibt damit auf einem im historischen Vergleich hohen Niveau.
Spotmarkt
Die Windstromerzeugung morgen fällt gegenüber heute nahezu um die Hälfte zurück, während die anhaltend hohen Temperaturen den Kühlbedarf und damit den Stromverbrauch weiter steigen lassen. Diese Kombination sorgt trotz weiterhin guter Solarproduktion für eine feste Preisentwicklung. Negative Stundenpreise traten nicht auf. Im deutschen Spotmarkt liegen die Viertelstunden zwischen 4,62 EUR/MWh und 169,11 EUR/MWh, was einer Intraday Spanne von 164,49 EUR/MWh entspricht und die hohe wetterbedingte Volatilität unterstreicht. Besonders in den Abendstunden dürfte die sinkende Windeinspeisung die Preise stützen.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 98,96 EUR/MWh
• Österreich: 122,24 EUR/MWh