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Der Handelstag
Der Handelstag - Erdgas zieht an!

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte! 

von Andreas Forster
03.07.2026

Terminmarkt

Der Terminmarkt zeigte sich heute fester. Der deutsche Stromkontrakt Cal 27 Phelix DE konnte nach einer guten Eröffnung im Tagesverlauf zulegen und notierte zuletzt bei rund  93,70 EUR/MWh. Damit lag der Kontrakt 0,73 EUR/MWh beziehungsweise etwa 0,78 Prozent über dem Vortagesschluss von 93,05 EUR/MWh. Die Handelsspanne reichte von 92,70 EUR/MWh bis 93,49 EUR/MWh.

Der wichtigste Impuls kam heute erneut vom Erdgasmarkt, während auch CO₂ wieder im Plus lag und die Bewegung unterstützte. Am Nachmittag wurden Positionen geschlossen, dennoch blieb das Marktbild konstruktiv. Auch das August Produkt zog mit den zunehmenden Hitzesorgen an. Für die kommende Woche ist daher ein leichter Aufwärtstrend wahrscheinlich, sofern Gas und Wetterprognosen weiter stützend wirken.

Erdgas und LNG

Der Gasmarkt lieferte heute ein starkes Wochenfinish. Besonders der August Kontrakt zeigte deutliche Stärke und notierte zuletzt bei 45,38 EUR/MWh. Auch das Jahresprodukt 2027 zog an und sprang über die Marke von 35 EUR/MWh. Damit erreichte der Markt wieder Preisniveaus, die zuletzt vor dem MoU zwischen den USA und Iran gesehen wurden.

Marktpsychologisch scheint die Lage am Persischen Golf wieder vorsichtiger bewertet zu werden. Die zuvor entspanntere Einschätzung verliert an Gewicht, da geopolitische Risiken erneut stärker eingepreist werden. Zusätzliche Unterstützung kommt von den Wetterprognosen, die zunehmend auf eine mögliche Hitzewelle hindeuten. Das erhöht die Erwartung an Kühlbedarf, Stromnachfrage und potenziellen Gaseinsatz in der Stromerzeugung. Insgesamt bleibt Gas damit klar unterstützt.

CO₂

Der CO₂ Markt zeigte sich heute ebenfalls fester. Der EUA Dez 26 Kontrakt notierte zuletzt bei rund 80,11 EUR/t und lag damit 0,65 EUR/t beziehungsweise 0,81 Prozent über dem Vortagesschluss von 79,30 EUR/t. Die Handelsspanne reichte von 79,30 EUR/t bis 80,31 EUR/t.

Für die kommende Woche bleibt CO₂ besonders spannend, da politische Themen rund um den Markt wieder stärker in den Fokus rücken. Mögliche PSO Entscheidungen könnten dem EUA Markt zusätzliche Impulse geben. Ein festerer CO₂ Preis würde zugleich den Stromterminmarkt unterstützen, da höhere Emissionskosten direkt auf die Erzeugungskosten fossiler Kraftwerke wirken.

Spotmarkt und Allgemeines

Am Spotmarkt beziehen sich die Preise auf den morgigen Liefertag. Die Day Ahead Preise fallen gegenüber dem zuletzt festen Umfeld deutlich niedriger aus. Hintergrund sind mehr PV Einspeisung und eine geringere Nachfrage. Für Deutschland ergibt sich für morgen ein Base Preis von 63,40 EUR/MWh, für Österreich liegt der Base Preis bei 66,58 EUR/MWh. Damit bewegen sich beide Märkte auf ähnlichem Niveau.

In Deutschland fällt der niedrigste Viertelstundenpreis auf minus 11,80 EUR/MWh, während der höchste Wert bei 137,48 EUR/MWh liegt. Daraus ergibt sich ein Spread von 149,28 EUR/MWh. In Österreich liegt der niedrigste Viertelstundenpreis bei minus 14,57 EUR/MWh und der höchste Wert bei 140,80 EUR/MWh. Der Spread beträgt damit 155,37 EUR/MWh. Frankreich zeigt zudem erste Anzeichen wieder steigender Temperaturen, was für die nächste Woche erneut stützend auf die regionale Stromnachfrage wirken kann.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

Deutschland: 63,40 EUR/MWh

Österreich: 66,58 EUR/MWh