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Terminmarkt
Der Terminmarkt zeigte sich heute weitgehend abwartend und leicht schwächer. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 handelte zuletzt bei 92,70 EUR/MWh und damit unter dem Vortagesschluss von 93,40 EUR/MWh. Nach einem Tageshoch bei 93,40 EUR/MWh rutschte der Kontrakt bis knapp auf das aktuelle Tagestief zurück. Die Bewegung bleibt insgesamt seitwärts geprägt, da der Gasmarkt aktuell ruhiger tendiert und neue Impulse vor allem über die Wetterseite erwartet werden. Zunehmend rückt die Hitzewelle in den Fokus, da sie den Stromverbrauch erhöhen und die Residuallast stützen kann. Der Energiekomplex bleibt damit grundsätzlich unterstützt, kurzfristig fehlt dem Terminmarkt jedoch ein klarer Ausbruchsimpuls.
Erdgas und LNG
Am Gasmarkt überwiegt heute eine nüchterne Einschätzung der Lage. Das Lieferjahr 2027 notierte zuletzt bei 34,71 EUR/MWh und lag damit leicht unter dem Vortag. Der Frontmonat handelt mit 41,60 EUR/MWh weiterhin auf erhöhtem Niveau. Rund um die Straße von Hormus hat sich fundamental wenig verändert. Aktuelle Schiffsdaten deuten darauf hin, dass wieder mehr LNG Tanker mit Katar Bezug durch Hormus verkehren. Der Markt preist daher eher eine Entspannung bei den physischen Lieferströmen ein.
Auch die Explosion in Ras Laffan hatte bislang keine erkennbaren Auswirkungen auf die LNG Versorgung. Entscheidend bleibt vielmehr die Wetterseite. Die Hitzewelle in Asien erhöht dort den Kühlbedarf und damit die Konkurrenz zwischen Europa und Asien um flexible LNG Mengen. Kurzfristig werden die physischen Risiken etwas ausgeblendet, während Verhandlungssignale eher positiv bewertet werden. Fundamental bleibt Gas aber durch Wetterrisiken und globale LNG Nachfrage gut unterstützt.
CO₂
Der CO₂ Markt startete heute zunächst fest, gab die Gewinne im weiteren Verlauf jedoch deutlich wieder ab. Der EUA Dez 26 Kontrakt fiel zuletzt auf 80,54 EUR/t und lag damit 1,01 EUR/t unter dem Vortag. Nach einem Tageshoch bei 81,86 EUR/t setzte sich im Verlauf eine schwächere Tendenz durch. Grundsätzlich stützt die erwartete Hitzewelle den Markt, da höhere Temperaturen den Stromverbrauch und damit potenziell den fossilen Brennstoffeinsatz erhöhen können. Gleichzeitig zeigt der Rückgang, dass ein Teil dieser Nachfrageerwartung bereits eingepreist war. Kurzfristig bleibt CO₂ damit gut unterstützt, aber anfällig für Gewinnmitnahmen.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt kommt es für morgen zu außergewöhnlich hohen Preisen. Die Hitzewelle treibt die Stromnachfrage massiv nach oben, während gleichzeitig sehr geringe Windeinspeisung erwartet wird. Besonders Frankreich steht im Fokus, da dort eine hohe Nachfrage auf schwache Windproduktion trifft. Auch in den PV Stunden bleibt die Nachfrage hoch, wodurch die übliche preisdämpfende Wirkung der Solarerzeugung nur begrenzt greift. Die Knappheit zieht sich zudem bis in die Abendstunden, was die extremen Preisspitzen erklärt.
Für Deutschland liegt der Basepreis für morgen bei 207,84 EUR/MWh. Die höchste Viertelstunde erreicht 747,10 EUR/MWh, die niedrigste Viertelstunde liegt bei 64,25 EUR/MWh. Daraus ergibt sich ein sehr hoher Spread von 682,85 EUR/MWh. Negative Preise treten nicht auf, was die angespannte Versorgungslage zusätzlich unterstreicht.
In Österreich ergibt sich ein ähnliches Bild. Der Basepreis liegt für morgen bei 192,31 EUR/MWh. Die höchste Viertelstunde erreicht 645,20 EUR/MWh, die niedrigste Viertelstunde liegt bei 31,58 EUR/MWh. Der Spread beträgt damit 613,62 EUR/MWh. Insgesamt zeigt sich der kurzfristige Strommarkt klar fest, geprägt von Hitze, hoher Nachfrage, schwacher Windeinspeisung und ausgeprägten Abendspitzen.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
Deutschland: 207,84 EUR/MWh
Österreich: 192,31 EUR/MWh