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Terminmarkt
Der Stromterminmarkt zeigte sich heute fester und bewegte sich zum Wochenschluss am oberen Ende der jüngsten Seitwärtsbewegung. Der deutsche Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE handelte am Nachmittag bei 93,00 EUR/MWh und lag damit 1,04 EUR/MWh beziehungsweise 1,13 Prozent über dem Vortagesschluss von 91,98 EUR/MWh. Im Tagesverlauf wurde mit 93,10 EUR/MWh ein neues Hoch erreicht, während das Tagestief bei 91,98 EUR/MWh lag. Die Nachrichtenlage sorgt weiterhin für Unsicherheit, weshalb sich der Markt mit einer erhöhten Risikoprämie ins Wochenende verabschiedet. Fundamental bleibt das Umfeld eher aufwärtsgerichtet, vor allem mit Blick auf die weitere Wetterentwicklung und die Frage, ob die geopolitische Entspannung Bestand hat.
Erdgas und LNG
Am Erdgasmarkt blieb die Reaktion auf neue Nachrichten sehr ausgeprägt. Als heute Mittag Meldungen über eine Einigung zwischen Israel und Hisbollah aufkamen, gab der Juni Kontrakt zunächst unmittelbar nach. Gleichzeitig zeigte sich das Lieferjahr 2027 insgesamt weiter fest. Der Kontrakt handelte am Nachmittag bei 34,70 EUR/MWh und lag damit 0,55 EUR/MWh beziehungsweise 1,61 Prozent über dem Vortagesschluss. Das Tageshoch lag bei 35,03 EUR/MWh, das Tagestief bei 34,40 EUR/MWh. Marktpsychologisch bleibt die Lage angespannt, da die geopolitische Risikoprämie trotz einzelner Entspannungssignale nicht vollständig aus dem Markt weicht. Zusätzlich sorgt die Aussicht auf hohe Temperaturen in Europa für Unterstützung, da ein steigender Kühlbedarf die Stromnachfrage und damit auch den Gaseinsatz in der Stromerzeugung erhöhen kann.
CO₂
Der CO₂ Markt zeigte sich heute ebenfalls gut unterstützt. Der EUA Dez 26 Kontrakt stieg auf 80,66 EUR/t und lag damit 0,64 EUR/t beziehungsweise 0,79 Prozent über dem Vortagesschluss. Im Tagesverlauf bewegte sich der Markt zwischen 79,49 EUR/t und 80,80 EUR/t. Der Bereich oberhalb von 80 EUR/t konnte damit behauptet werden. Unterstützend wirkt vor allem die Erwartung, dass durch die Hitzewelle mehr gasbasierte Stromerzeugung benötigt werden könnte. Zusätzliche Impulse aus Brüssel standen heute nicht im Vordergrund, sodass kurzfristig vor allem Wetter, Brennstoffeinsatz und die allgemeine Risikostimmung den Markt bestimmen.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt für morgen zeigt sich ein insgesamt festes Preisniveau. Die Hitzewelle in Europa sorgt für einen erhöhten Kühlbedarf und stützt damit die Stromnachfrage. Deutschland bleibt morgen klar über der Nulllinie. Der Base Preis liegt bei 108,18 EUR/MWh, während die Viertelstundenpreise zwischen 9,63 EUR/MWh und 212,62 EUR/MWh schwanken. Der Spread zwischen niedrigster und höchster Viertelstunde beträgt damit 202,99 EUR/MWh und zeigt eine hohe untertägige Spreizung.
In Österreich fällt der Base Preis mit 85,81 EUR/MWh niedriger aus, allerdings tritt eine leicht negative Viertelstunde auf. Das Minimum liegt bei minus 0,02 EUR/MWh, das Maximum bei 174,04 EUR/MWh. Der Spread beträgt damit 174,06 EUR/MWh. Insgesamt bleibt der Markt durch die hohen Temperaturen und den entsprechenden Kühlbedarf gut unterstützt.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
Deutschland: 108,18 EUR/MWh
Österreich: 85,81 EUR/MWh