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Der Handelstag
Der Handelstag - Seitwärts auf hohem Niveau

Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte!

von Andreas Forster
16.06.2026

Terminmarkt

Der Stromterminmarkt startete heute fester, konnte die frühen Gewinne jedoch nicht ausbauen. Der deutsche Leitkontrakt handelte nach einem Tageshoch bei 93,00 EUR/MWh wieder seitwärts und stabilisierte sich im Bereich um rund 92,50 EUR/MWh. Damit hat sich zunächst ein neues Gleichgewichtsniveau etabliert, solange neue Impulse aus Brennstoffmärkten, Wettermodellen oder der geopolitischen Lage ausbleiben. Die Aktivität bleibt insgesamt verhalten, der Markt wirkt abwartend. Rücksetzer dürften bei diesem Preisumfeld jedoch wieder Nachfrage anziehen.

Erdgas und LNG

Am Gasmarkt dominiert ebenfalls eine abwartende Haltung. Der Jahreskontrakt 2027 notierte zuletzt bei 34,95 EUR/MWh und lag damit leicht über dem Vortagesschluss von 34,60 EUR/MWh. Die Handelsspanne reichte von 34,50 bis 35,20 EUR/MWh. Der Markt bleibt geprägt von widersprüchlichen Meldungen rund um die Straße von Hormus, wobei der Wille zur Entspannung der Krise bei mehreren Akteuren erkennbar ist. Gleichzeitig richtet sich der Blick zunehmend auf den Sommer. Entscheidend wird, wie stark die Hitzewelle den Strombedarf erhöht und wie viel Gas zur Kompensation zusätzlicher Last verstromt werden muss. Für LNG bleibt das Preissignal zentral. Bleiben europäische Gaspreise zu niedrig, könnten flexible LNG Ladungen verstärkt nach Asien gelenkt werden. Der Frontmonat Juli liegt mit rund 42,00 bis 42,70 EUR/MWh weiter deutlich über dem Jahrespreis.

CO₂

Der CO₂ Markt pendelte sich heute knapp unter der Marke von 80 EUR/t ein. Der EUA Preis lag zuletzt bei 79,55 EUR/t, nach einem Vortagesschluss von 79,97 EUR/t. Die Handelsspanne zwischen 79,21 und 80,33 EUR/t zeigt, dass die Marke von 80 EUR/t kurzfristig weiter als Orientierungspunkt wirkt. Zusätzlich richtet sich der Blick auf Donnerstag und Freitag, wenn auf EU Ebene intensive Gespräche zur weiteren Ausgestaltung des Handels erwartet werden. 

Spotmarkt und Allgemeines

Am Spotmarkt steigen die Preise für den morgigen Liefertag deutlich an. Haupttreiber ist die sehr geringe Windeinspeisung, wodurch die Residuallast spürbar zunimmt. Gleichzeitig erhöht die Hitze die Nachfrage, insbesondere in Westeuropa. Die Verfügbarkeit der Kernkraft kompensiert einen Teil dieser Belastung, verhindert aber nicht, dass das Preisniveau klar anzieht. Negative Preise treten morgen nicht auf, da die niedrigsten Preise in Deutschland und Österreich deutlich positiv bleiben. 

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

Deutschland: 117,63 EUR/MWh

Österreich: 116,49 EUR/MWh