Globale Märkte bleiben anfällig
Eine massive Wintersturmfront, die weite Teile der östlichen zwei Drittel der USA erfasst, droht die amerikanische Erdgasproduktion erheblich zu beeinträchtigen. Nach einer aktuellen Prognose könnten sogenannte Freeze-offs – Produktionsausfälle durch in Pipelines gefrierendes Wasser – in den kommenden zwei Wochen zu Förderausfällen von bis zu 63,7 Milliarden Kubikfuß Erdgas führen.
Das entspräche rund vier Prozent der normalen US-Gasproduktion innerhalb eines 14-Tage-Zeitraums. Sollte sich die Wetterlage weiter verschärfen, könnten die Ausfälle sogar noch größer ausfallen. Bereits jetzt hat seine Prognose für den gesamten Winter deutlich nach oben korrigiert: Statt zuvor erwarteter 80 Milliarden Kubikfuß rechnet das Unternehmen nun mit 113,5 Milliarden Kubikfuß an Produktionsverlusten. Damit lägen die Ausfälle rund 40 Prozent über dem Vorjahresniveau, wenn auch unter den Extremwerten des tödlichen Wintersturms von 2021.
Globale Märkte bleiben anfällig
Die aktuelle Wetterlage zeigt einmal mehr, wie verletzlich der globale Gasmarkt bleibt. Produktionsstörungen in den USA treffen auf sinkende Speicherstände in Europa – eine Kombination, die kurzfristig erhebliche Preisschwankungen auslösen kann. Für Verbraucher und Industrie auf beiden Seiten des Atlantiks bedeutet das: Der Winter dürfte nicht nur kalt, sondern auch teuer werden.