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Der Handelstag
Gewinnoptimierung
  • Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte! 
von Andreas Forster
21.10.2026

Terminmarkt

Der Terminmarkt zeigte sich heute deutlich fester. Der deutsche Strom Future Cal 27 notiert bei 145,72 EUR/MWh und verzeichnet ein Tagesplus von 1,60 Prozent. Nach einem kräftigen Anstieg bis auf 148,00 EUR/MWh setzte eine technische Korrektur ein, die jedoch teilweise aufgefangen wurde. Wesentlicher Preistreiber bleibt Erdgas. Am kurzen Ende wirkt dagegen die erwartete Zunahme der Windeinspeisung belastend. Der Novemberkontrakt 2026 fiel nach einem Tageshoch von 197,60 EUR/MWh auf rund 192,70 EUR/MWh zurück. Insgesamt bleibt der längerfristige Markt gut unterstützt, während kurzfristige Produkte zunehmend unter Druck geraten.

Erdgas und LNG

Der Gasmarkt bleibt von hoher Volatilität und ausgeprägter Marktpsychologie geprägt. Der Kontrakt für das Lieferjahr 2027 stieg zunächst auf 73,00 EUR/MWh, fiel anschließend jedoch auf 71,00 EUR/MWh zurück. Auch der Frontmonat gab nach einem Tageshoch von 88,71 EUR/MWh deutlich auf aktuell 85,83 EUR/MWh nach. Das wiederkehrende Muster kräftiger Vormittagsanstiege mit anschließenden Korrekturen verdeutlicht die Nervosität rund um die europäischen Speicherstände. Gleichzeitig wirken mildere Temperaturen und eine zunehmende Windeinspeisung entlastend. Die grundsätzliche Versorgungslage Europas bleibt gut. Geopolitik, Wetterprognosen und Speicherentwicklung bleiben die zentralen Preistreiber.

CO₂

Der CO₂ Markt zeigte sich heute leicht fester. Die EUA notieren bei 85,96 EUR/t und damit 0,35 Prozent im Plus. Trotz der positiven Entwicklung bleibt der Handel innerhalb des etablierten Preiskorridors. Die Marktaktivität ist gering und eigenständige fundamentale Impulse fehlen weitgehend. Kurzfristig ist daher weiterhin mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen.

Spotmarkt und Allgemeines

Am Spotmarkt macht sich die erwartete Zunahme der Windeinspeisung für morgen erstmals bemerkbar. Deutschland erreicht einen Basepreis von 148,61 EUR/MWh. Die Handelsspanne zwischen dem niedrigsten und höchsten Viertelstundenpreis beträgt 217,06 EUR/MWh, bei einem Minimum von 70,00 EUR/MWh und einem Maximum von 287,06 EUR/MWh. 

Österreich bleibt mit einem Basepreis von 222,49 EUR/MWh deutlich teurer. Der Preisunterschied zu Deutschland beträgt 73,88 EUR/MWh. Auch das österreichische Minimum liegt mit 159,58 EUR/MWh außergewöhnlich hoch. Die Viertelstundenspanne beträgt 129,36 EUR/MWh. Während Deutschland zunehmend von der höheren Windproduktion profitiert, bleibt der österreichische Markt aufgrund regionaler Knappheiten und begrenzter Preiskonvergenz angespannt. Insgesamt sorgt die zunehmende Windeinspeisung für Entlastung am deutschen Spotmarkt. Österreich bleibt dagegen auf einem außergewöhnlich hohen Preisniveau.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

  • Deutschland: 148,61 EUR/MWh
  • Österreich: 222,49 EUR/MWh