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Terminmarkt
Der deutsche Stromjahresfuture Cal 27 Phelix DE bleibt übergeordnet in einem ausgeprägten Aufwärtstrend, zeigt kurzfristig jedoch zunehmenden Verkaufsdruck. Nach einem Handelsbeginn bei 146,80 EUR/MWh stieg der Kontrakt zunächst bis auf 148,20 EUR/MWh, bevor er bis auf 146,15 EUR/MWh zurückfiel. Damit bleibt der wiederholt getestete Widerstand bei 148,00 EUR/MWh maßgeblich. Entscheidend ist nun, ob sich der Markt oberhalb der Unterstützungszone zwischen 146,30 und 146,60 EUR/MWh stabilisieren kann. Eine Erholung in Richtung 147,80 bis 148,20 EUR/MWh bleibt möglich. Ein nachhaltiger Bruch unter 146,30 Euro/MWh würde dagegen das Korrekturrisiko erhöhen. Fundamental gibt weiterhin der Gasmarkt den Takt vor, dessen geopolitisch bedingte Risikoprämie den Stromterminmarkt stützt.
Erdgas und LNG
Am Gasmarkt bleibt die Stimmung bullish. Die zunehmende geopolitische Eskalation erhöht die Risikoprämie, während Europa und Asien weiterhin um verfügbare LNG Mengen konkurrieren. Der TTF Cal 27 erreichte im Tagesverlauf 73,05 EUR/MWh. Ein nachhaltiger Ausbruch oberhalb der Marke von 72,70 Euro/MWh könnte weitere Kursziele zwischen 73,00 und 73,50 EUR/MWh eröffnen. Ein Rückfall unter 72,40 EUR/MWh wäre dagegen ein erstes Signal für nachlassenden Kaufdruck.
CO₂
Der EUA Dezember 2026 startet vergleichsweise neutral in die neue Handelswoche. Nach einem Eröffnungskurs von 85,10 EUR/t stieg der Kontrakt zeitweise auf 85,97 EUR/t und fiel zwischenzeitlich auf 84,82 EUR/t zurück. Zuletzt lag der Preis bei rund 85,77 EUR/t. Der positive Impuls bleibt damit überschaubar, eine klare neue Aufwärtsdynamik ist bislang nicht erkennbar.
Spotmarkt und Allgemeines
Am Spotmarkt bleiben die Strompreise für Dienstag, den 20. Oktober 2026, hoch. In Deutschland liegt der Day-Ahead-Baseload bei 195,66 EUR/MWh, in Österreich bei 242,74 EUR/MWh. Für morgen werden niedrigere Temperaturen und eine leicht steigende Windeinspeisung erwartet. Rund 2 GW zusätzliche Windleistung sowie eine Photovoltaikeinspeisung von etwa 18 GW könnten die Preise in Deutschland etwas entlasten. Gleichzeitig dürften die kühleren Temperaturen in Frankreich den dortigen Strombedarf erhöhen.
In Deutschland reicht die Preisspanne von 143,64 bis 262,25 EUR/MWh. Der daraus berechnete Spread beträgt 118,61 EUR/MWh. In Österreich liegt die Spanne zwischen 183,56 und 312,68 EUR/MWh, entsprechend einem Spread von 129,12 EUR/MWh. Während die zusätzliche Windleistung den deutschen Markt etwas entlasten könnte, bleibt Österreich auf einem deutlich höheren Preisniveau.
Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:
• Deutschland: 195,66 EUR/MWh
• Österreich: 242,74 EUR/MWh