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Der Handelstag
Gewinnmitnahme an den Märkten
  • Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte! 
von Andreas Forster
14.10.2026

Terminmarkt

Am Stromterminmarkt zeigt sich heute ein ruhiger Handelstag mit leicht nachgebenden Preisen. Der deutsche Cal 27 Phelix DE notiert bei 143,37 EUR/MWh und liegt damit unter dem Vortagesschluss von 145,54 EUR/MWh. Die Handelsspanne zwischen 142,93 und 145,54 EUR/MWh deutet auf Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Aufwärtsbewegung hin. Der Strommarkt folgt damit der schwächeren Entwicklung am Gasmarkt. Nach dem deutlichen Preisanstieg der vergangenen Tage überwiegt derzeit eine abwartende Haltung. 

Erdgas und LNG

Am Gasmarkt hat das Aufwärtsmomentum der vergangenen Tage deutlich nachgelassen. Der Kontrakt für das Lieferjahr 2027 notiert bei 67,70 EUR/MWh und bewegt sich damit weiterhin auf hohem Niveau. Im Tagesverlauf lagen die Kurse zwischen 67,34 und 68,72 EUR/MWh. Fundamental ergeben sich keine wesentlichen Veränderungen. Die Temperaturprognosen für die kommende Woche zeigen überdurchschnittlich milde Bedingungen, was den erwarteten Heizbedarf begrenzt und leicht entspannend wirkt. Gleichzeitig bleibt der Markt stark nachrichtengetrieben und anfällig für psychologische Impulse. 

CO₂

Auch der CO₂ Markt zeigt deutliche Anzeichen von Gewinnmitnahmen. Der EUA Dezember 2026 notiert bei 86,88 EUR/t. Nach einem Tageshoch bei 88,11 EUR/t fiel der Preis bis auf 86,71 EUR/t zurück. Damit verliert der Markt einen Teil des positiven Momentums der vergangenen Handelstage. Die Kursbewegung deutet darauf hin, dass das erreichte Niveau zunehmend anfällig für Korrekturen ist. Zusätzlichen Einfluss könnte die Diskussion auf europäischer Ebene über die künftige Ausgestaltung des Emissionshandels gewinnen. Eine Fortsetzung der Gewinnmitnahmen könnte den Preis weiter unter Druck setzen. 

Spotmarkt und Allgemeines

Am Spotmarkt bleiben die Strompreise für Donnerstag, den 15. Oktober 2026, auf einem hohen Niveau. Der deutsche Day-Ahead-Baseload liegt bei 187,30 EUR/MWh, der österreichische Baseload bei 228,25 EUR/MWh. Ausschlaggebend ist die geringe Einspeisung aus Windkraft und Photovoltaik. Die Windleistung liegt rund 5 GW unter dem langjährigen Durchschnitt, während auch die PV-Einspeisung saisonbedingt nachlässt. Dadurch steigt der Bedarf an konventioneller Stromerzeugung, was die Preise trotz der beginnenden Korrektur an den Terminmärkten stützt.

In Deutschland reicht die Preisspanne von 89,19 bis 269,84 EUR/MWh. In Österreich liegt sie zwischen 172,14 und 303,14 EUR/MWh. Der Spread zwischen dem höchsten und niedrigsten Preis beträgt damit in Deutschland 180,65 EUR/MWh und in Österreich 131,00 EUR/MWh. 

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

• Deutschland: 187,30 EUR/MWh 

• Österreich: 228,25 EUR/MWh