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Der Handelstag
Gasmarkt reagiert deutlich auf die laufenden Friedensgespräche
  • Tägliche Marktanalyse - am Puls der Energiemärkte! 
von Andreas Forster
25.09.2026

Terminmarkt

Der Stromterminmarkt korrigiert heute gemeinsam mit dem Gasmarkt. Der Leitkontrakt Cal 27 Phelix DE notiert aktuell bei 127,30 EUR/MWh, nachdem zum Handelsstart noch 130,71 EUR/MWh erreicht wurden. Nach dem frühen Anstieg setzte ab etwa 09:30 Uhr zunehmender Verkaufsdruck ein. Im Bereich zwischen 127,90 und 128,10 EUR/MWh liegt derzeit die entscheidende kurzfristige Unterstützungszone. Dort kam es zuletzt mehrfach zu Stabilisierungsversuchen. Der Handel bleibt überschaubar.

Erdgas und LNG

Der Gasmarkt reagiert deutlich auf die laufenden Friedensgespräche zwischen Iran und den USA. Der Lieferjahrgang 2027 fällt auf 56,20 EUR/MWh, während der Frontmonat bei 71,15 EUR/MWh notiert. Die Bewegung ist allerdings bislang vor allem von Vorschusslorbeeren geprägt, denn fundamental hat sich an der Versorgungslage noch nichts geändert. Konkrete Vereinbarungen und daraus resultierende zusätzliche Liefermengen könnten die Preise deutlich weiter senken. Gleichzeitig begrenzt die Konkurrenz um LNG zwischen Europa und Asien insbesondere bei den kurzfristigen Produkten das Abwärtspotenzial. Die Temperaturprognosen für die kommenden zwei Wochen liegen zudem über dem saisonalen Normalwert und wirken zusätzlich preisdämpfend.

CO₂

Der EUA Dez 26 Kontrakt bewegt sich heute in einer engen Handelsspanne zwischen 86,18 und 87,55 EUR/t und notiert aktuell bei rund 87,19 EUR/t. Der Markt bleibt damit trotz der Schwäche im Energiekomplex gut unterstützt. Gleichzeitig sorgt die aktuelle Diskussion zwischen den Mitgliedstaaten und der EU-Kommission über den ETS-Handel für zusätzliche Unsicherheit. 

Spotmarkt und Allgemeines

Am Spotmarkt für morgen, Samstag, 26. September 2026, bleibt die Windeinspeisung in Deutschland und Österreich deutlich unter dem Normalniveau. Gleichzeitig liegen die Temperaturen über dem saisonalen Durchschnitt. Deutschland erreicht einen Baseload von 150,07 EUR/MWh, Österreich 153,81 EUR/MWh. Die Preise bewegen sich in Deutschland zwischen 2,42 und 251,08 EUR/MWh, in Österreich zwischen 0,86 und 251,08 EUR/MWh. Negative Viertelstundenpreise treten morgen nicht auf. Für Sonntag wird ein deutlich niedrigeres Spotpreisniveau erwartet, mit Preisen unter 20 EUR/MWh in den Mittagsstunden und erneuten Anstiegen auf über 200 EUR/MWh am Abend. Für Montag zeichnet sich bei schwacher Erneuerbareneinspeisung dagegen wieder ein deutlich festerer Markt mit Abendspitzen bis etwa 290 EUR/MWh ab. Die weiterhin eingeschränkte französische Kernkraftproduktion bleibt aufgrund der Trockenheit ein zusätzlicher Belastungsfaktor.

Die Auktion für morgen ergab folgende Ergebnisse:

• Deutschland: 150,07 EUR/MWh
• Österreich: 153,81 EUR/MWh